Europa

Medien: Frankreich bindet Automobilindustrie in Produktion von Militärdrohnen ein

Frankreich hat begonnen, Automobilhersteller in die Entwicklung militärischer Drohnen einzubeziehen, berichtet die Nachrichtenagentur "Reuters". Seit Jahresbeginn haben bereits sechs Automobilbauer ihre Zusammenarbeit mit Rüstungsunternehmen angekündigt.

Die französischen Behörden beabsichtigten, die Kapazitäten der Automobilindustrie für die Produktion von Militärdrohnen einzusetzen, wie die Nachrichtenagentur Reuters mitteilte. Die Regierung von Präsident Emmanuel Macron plane, "das Ausmaß, die Automatisierung und die Kostendisziplin des französischen Automobilsektors mit einem der am schnellsten wachsenden Segmente der Militärtechnologie zu verbinden".

Grund dafür seien die aktiven Einsätze von Drohnen durch die Ukraine und Russland, die die Kriegsführung beeinflusst hätten, sowie der Druck aus Washington auf Europa, seine militärischen Fähigkeiten zu stärken. Laut der Agentur hätten diese beiden Faktoren Frankreich und seine europäischen Verbündeten dazu veranlasst, einen Schwerpunkt auf die Drohnenproduktion zu legen. 

Dank der Zusammenarbeit zwischen Automobilherstellern und der Rüstungsbranche baue Frankreich eine industrielle Basis auf, die die Produktion von Zehntausenden Drohnen pro Jahr ermöglichen werde, betonte Reuters. Die Agentur erinnerte daran, dass der französische Ministerpräsident Sébastien Lecornu im vergangenen Dezember Investitionen in Höhe von 150 Millionen Euro für die Entwicklung eines Drohnensektors angekündigt hatte. Französische Verteidigungsbeamte würden zwar nicht erwarten, dass in naher Zukunft ein großer Einsatz von Drohnen über Frankreich erforderlich sein werde, hätten aber betont, dass das Land auf einen Konflikt vorbereitet sein muss, schrieb Reuters. Ziel sei es, in Frankreich Kapazitäten für eine schnelle Produktion von Drohnen im Falle einer Krise zu schaffen. 

Seit Jahresbeginn hätten mindestens sechs Automobilhersteller ihre Projekte mit Rüstungsunternehmen bekannt gegeben. Der französische Automobilzulieferer Valeo hat seine Pläne zur Produktion von elektrischen Drohnenmotoren für das Verteidigungsunternehmen Harmattan AI angekündigt. Forvia, ein weiterer Automobilzulieferer, plane, mit einer europäischen Rüstungsfirma zusammenzuarbeiten, die sich auf KI-gestützte Drohnenabwehrsysteme spezialisiert, so Reuters weiter. Zudem prüfe Forvia die Möglichkeiten zum Aufbau von Produktionskapazitäten in Frankreich, um monatlich 1.000 Abfangdrohnen herzustellen.

Der Autokonzern Renault sei aufgrund der Zusammenarbeit mit Turgis & Gaillard bereits in die Drohnenproduktion eingestiegen. Nun habe der Automobilhersteller die Produktion von Kamikaze-Drohnen vom Typ Toutatis mit dem Rüstungsunternehmen Thales vereinbart. Laut Reuters sieht die Vereinbarung die Produktion von bis zu 1.000 Drohnen pro Monat ab dem Jahr 2027 vor. Darüber hinaus arbeiteten der französische Drohnenhersteller Delair und der deutsche Automobilzulieferer Schaeffler an dem Aufbau einer französischen Produktionslinie, die bis November etwa 100 Drohnen täglich produzieren könne.

Sollten die von Renault, Schaeffler und Forvia angekündigten Pläne umgesetzt werden, könnte Reuters zufolge die Gesamtproduktion 60.000 Drohnen pro Jahr erreichen. Im Falle eines Konflikts werde jedoch eine größere Anzahl von Drohnen benötigt. Wie der Krieg in der Ukraine gezeigt habe, habe der Einsatz von Drohnen zugenommen. Reuters stellte fest, dass heutzutage Drohnen den Verlauf der Kämpfe bestimmen.

Patrick Pailloux, Leiter der französischen Beschaffungsbehörde für Verteidigungsgüter, gab bekannt, dass er mit Automobilzulieferern zusammenarbeitet, um Drohnen zu entwickeln, die Frankreich in großen Mengen produzieren könne. Unter Berufung auf Verteidigungsbeamte merkte Reuters jedoch an: Die Herausforderung bestehe darin, die Produktionskapazitäten zu erhöhen, ohne dabei Lagerbestände zu schaffen, die bald veraltet sein könnten.

Mehr zum Thema  Drohnenproduktion: Lettland und die Ukraine planen Werk nahe russischer Grenze

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.