
Kiews Drohnenterror: Tote und verwundete Zivilisten in Russland

In der Nacht auf den 7. September 2026 hat das ukrainische Militär einen weiteren Massen-Terroranschlag mit Langstrecken-Kamikazedrohnen gegen Zivilisten in Russland begangen. Das russische Verteidigungsministerium vermeldet, insgesamt 498 Starrflügel-Kamikazedrohnen abgeschossen oder durch Störmaßnahmen abgefangen zu haben – über den Grenzgebieten Belgorod, Brjansk, Kursk, über den Gebieten Wolgograd, Woronesch, Lipezk, Nischni Nowgorod, Orjol, Rostow, Samara, Saratow, Tambow und Uljanowsk und den Republiken Krim, Tatarstan, Udmurtien und Tschuwaschien sowie der Region Perm und über den Gewässern des Asowschen und des Schwarzen Meeres. Abgeschossen wurden außerdem zwei Lenkgleitbomben des ukrainischen Militärs. Einzelne durch die Luftabwehr durchgekommene Drohnen und in einigen Fällen die Trümmer abgeschossener Drohnen sorgten jedoch für Personen- und Sachschaden:

Über Sewastopol auf der Halbinsel Krim wurden acht Kamikazedrohnen neutralisiert, informiert der Stadtgouverneur Michail Raswoschajew. Zwei Detonationen nach Aufschlag von Drohnen wurden registriert. Drei Kinder – zwei Mädchen und ein Junge im Teenageralter – und ein Mann wurden durch Fertigsplitter in den Gefechtsköpfen dieser Drohnen verwundet. Eines der Mädchen, eine Elfjährige, erlag noch im Rettungswagen ihren Wunden; der verwundete Mann wurde im Koma ins Krankenhaus eingeliefert und erlag anschließend in der Reanimation ebenfalls seinen Verletzungen. Das zweite Mädchen, eine 18‑Jährige, wurde zusammen mit ihrem 16‑jährigen Bruder ins Kinderkrankenhaus eingeliefert und medizinisch versorgt, wonach sie das Krankenhaus eigenständig verließen. In mehreren Mehrfamilienhäusern sowie in einem Kindergarten in den betroffenen Straßen wurden Fensterscheiben durch die Druckwelle zerbrochen, während Hausfassaden und -türen sowie zahlreiche Pkw in den Innenhöfen durch umherfliegende Fertigsplitter beschädigt wurden. Sprengmeister, die die Aufschlagsorte der Drohnen sicherten, fanden zahlreiche von den besagten vorgefertigten Splitterelementen vor, betont Raswoschajew.
In der Region Perm wurde beim ukrainischen Drohnenangriff gegen ein Wohnhochhaus eine Person getötet. Weitere vier wurden gemäß vorläufigen Daten verwundet, eine Person befindet sich in schwerem Zustand. Der Schaden am Gebäude wurde bislang nicht näher spezifiziert, erscheint jedoch erheblich.
In Gorlowka, einem Vorort von Donezk, wurden vier Zivilisten im Laufe eines Drohnenangriffs des ukrainischen Militärs verletzt, meldet der Bürgermeister Iwan Prichodko.
Im Gebiet Woronesch ist ein Gebäude durch abfallende Trümmer einer abgeschossenen Drohne in Brand aufgegangen. Die Fassaden dreier Wohnhäuser wurden mit Splittern übersät, vier Automobile, ein Traktor und die Stütze einer Hochspannungsleitung wurden beschädigt.
Ferner griff das ukrainische Militär mehrere Kommunen im Grenzgebiet Belgorod mit Drohnen an – zwei Zivilisten wurden durch die Detonation einer First-Person-View-Kamikazedrohne, wie sie unmittelbar an der Front und gegen Ziele im unmittelbaren Hinterland eingesetzt werden, getötet. Sie waren in einem Pkw unterwegs. Zwei Männer erlitten bei einem Drohnenangriff auf ein Objekt des Transportnetzes durch die Druckwelle einer Detonation Verletzungen und Erschütterungen, mit denen sie zunächst ins Krankenhaus eingeliefert, etwas später aber in die Hausbehandlung entlassen wurden.
Im Gebiet Tambow kam es infolge eines Drohnenangriffs zu einem Brand an einem Gotteshaus, der Kathedrale des heiligen Nikolaus des Wundertäters im Landkreis Nikiforowka, welche sich seit dem Jahr 2011 in der Restaurierung befand und erst im Jahr 2022 vollendet wurde. Durch schnelles Handeln der angerückten Feuerwehrleute konnte der Brand an der Kuppel in 40 Metern Höhe schnell gelöscht werden.
Am Tag zuvor, am 6. September, verübte das ukrainische Militär einen Anschlag auf den Stadtmarkt der Stadt Energodar im russischen Gebiet Saporoschje – der Trabantenstadt des Kernkraftwerks Saporoschje. Ein Mann verstarb infolge erlittener Wunden etwas später im Krankenhaus, weitere neun wurden verwundet – darunter ein Mädchen, Jahrgang 2016, vermeldet Gebietsgouverneur Jewgeni Balizki.
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