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Jahrhundert-Erdbeben in Venezuela: Bis zu 100.000 Tote befürchtet

Am Mittwochabend haben zwei schwere Erdbeben den Norden Venezuelas erschüttert.

Nur 39 Sekunden nach einem Beben der Stärke 7,2 folgte ein noch stärkeres mit einer Magnitude von 7,5. Das Epizentrum lag rund 160 Kilometer westlich von Caracas in einer Tiefe von etwa 13 Kilometern. Venezuelas Präsidentin Delcy Rodriguez rief den Notstand aus.

Nach Angaben des US Geological Survey (USGS) liegt die Wahrscheinlichkeit, dass es zu mehr als 10.000 Todesopfern kommt, bei 44 Prozent. Es bestehe wiederum eine Wahrscheinlichkeit von 30 Prozent, dass die Opferzahl auf 100.000 steige. Mittlerweile hat es 20 Nachbeben gegeben.

Zahlreiche Staaten boten umgehend Unterstützung an, darunter die Vereinigten Staaten und Kuba. Auch Deutschland wird Hilfe leisten. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius kündigte an, sechs Transportflugzeuge bereitzustellen, um "Personal und Material des Technischen Hilfswerks (THW) nach Venezuela zu bringen", berichtet die Bild-Zeitung.

Die Erdbeben ereigneten sich an einem der wichtigsten gesetzlichen Nationalfeiertage Venezuelas, dem Tag der Schlacht von Carabobo, als viele Menschen bei sich zu Hause waren.

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