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Russische Vergeltungsangriffe und Hafenblockade: Frachter sinkt vor Odessa

Am Sonntag, dem 26. Juli 2026, soll der unter der Flagge Guinea-Bissaus fahrende Frachter "MV Golden Leo" vor der Küste von Odessa gesunken sein. Laut ukrainischer Darstellung wurde der Frachter eine Woche zuvor von russischen Marschflugkörpern getroffen, nachdem er aus dem Hafen von Odessa ausgelaufen war. An Bord befanden sich 17 Besatzungsmitglieder, von denen zehn getötet worden sein sollen. Unter den getöteten Seeleuten waren vier Inder und sechs Syrer.

In einer Erklärung verurteilte das indische Außenministerium Angriffe auf die Handelsschifffahrt. Die ukrainische Armee hat laut eigenen Angaben seit dem 6. Juli 2026 196 Schiffe, die russische Häfen anliefen, angegriffen und beschädigt – 126 im Asowschen Meer und 70 im Schwarzen Meer. Am 11. Juli begann Russland mit verstärkten Angriffen auf ukrainische Häfen und Schiffe darauf zu antworten. Zunächst ignorierte Kiew die Angriffe. Doch der Schiffsverkehr nach Odessa wurde eingestellt und am 22. Juli warf der ukrainische Außenminister Andrei Sibiga Russland die "Geiselnahme der globalen Ernährungssicherheit" vor.

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