Türkei lässt Verbot für direkten Handel mit Armenien fallen

Dem direkten Warenaustausch zwischen der Türkei und Armenien steht nun nichts mehr im Weg: Ankara hat das jahrzehntelange Verbot für den Handel mit Jerewan aufgehoben. Am Mittwoch teilte der Sprecher des türkischen Außenministeriums, Öncü Keçeli, auf der Plattform X mit, dass sämtliche verwaltungsmäßigen Vorbereitungen für den Start des direkten Geschäftsverkehrs zwischen den Nachbarländern zum 11. Mai 2026 abgeschlossen worden seien. Die Maßnahme sei Teil des Prozesses der Stärkung des gegenseitigen Vertrauens und der Normalisierung des bilateralen Verhältnisses. Die erforderlichen technischen und verwaltungsmäßigen Arbeiten zur Öffnung der gemeinsamen Grenze würden fortgesetzt. Keçeli hob dabei hervor:
"Angesichts der historischen Chance, den dauerhaften Frieden und Wohlstand im Südkaukasus zu stärken, wird die Türkei auch weiterhin zur Entwicklung der regionalen Wirtschaftsbeziehungen und zur weiteren Vertiefung der Kooperation zum Wohle aller Länder und Völker der Region beitragen."
Das armenische Außenministerium bestätigte am Mittwoch das Ende des Verbots und begrüßte diesen Schritt des Nachbarlandes. Dies sei ein weiteres Ergebnis der Normalisierung des Verhältnisses zwischen Jerewan und Ankara. Die Maßnahme habe eine große Bedeutung für den Ausbau von Geschäfts- und Handelskontakten zwischen den beiden Ländern und der Gewährleistung von Frieden und Wohlstand in der Region. Der nächste logische Schritt sei die Öffnung der gemeinsamen Grenze und die Aufnahme der diplomatischen Beziehungen, verlautete aus der diplomatischen Behörde in Jerewan.
Die armenisch-türkische Grenze bleibt seit dem Jahr 1993 infolge des armenisch-aserbaidschanischen Konfliktes um die Region Bergkarabach geschlossen. Ankara und Jerewan haben keine diplomatischen Beziehungen. Seit der Beilegung des jahrzehntelangen Konfliktes im Südkaukasus verhandeln Armenien und die Türkei über eine Öffnung der gemeinsamen Grenze – zunächst einmal für Bürger aus Drittstaaten.
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